Torffrei gärtnern: Moore und Klima schützen

Torffrei gärtnern: Moore und Klima schützen

Zwar sind torffreie Erden etwas teurer, doch ihre Verwendung schont die Natur.  (walkersalmanac / pixabay.com)

Der Frühling ist da: Balkone werden bepflanzt, Blumenkübel aufgestellt und Gärten farbenfroh gestaltet. In Gartencentern und Baumärkten sta­peln sich die Säcke mit Blumen- und Pflan­zener­­de.

Doch der Großteil davon enthält Torf – ein Stoff aus den Mooren, die dafür ausgebaggert und zerstört werden. Moore beheimaten bedrohte Tier- und Pflanzenarten wie Goldregenpfeifer, Hochmoorbläuling oder Sonnentau und binden zudem große Mengen klimaschädliches Koh­len­dioxid. Moore bedecken nur drei Prozent der Erde, speichern jedoch doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder zusammengenommen.

Rund zehn Millionen Kubikmeter Torf werden in Deutschland jedes Jahr verbraucht, etwa zweieinhalb Millionen von Hobbygärtner*innen. Ein erheblicher Teil des Torfs kommt

Umweltfreundlich zu Ostern dekorieren

Umweltfreundlich zu Ostern dekorieren

Frische neue Zweige von Forsythiensträuchern eignen sich gut für einen Osterstrauch.  (Tante Tati / CC0 1.0 )

Wenn sich zu Ostern die ersten frischen Triebe zeigen, stellen sich viele Menschen einen Weidenstrauß ins Zimmer und dekorieren ihn mit bunt bemalten Eiern. Zum Einfärben der Eier sollten jedoch Natur- bzw. Pflanzenfarben verwendet werden.

Für den Osterstrauß können Sie Seitentriebe von Laubbäumen verwenden. Auch frische neue Zweige von Forsythiensträuchern sind dekorativ. Allerdings dürfen diese nicht aus dichten Hecken herausgeschnitten werden, da diese beliebte Nistplätze für Vögel sind. Das Abschneiden von Weidenkätzchen ist generell verboten, weil sich davon im Frühjahr die Bienen ernähren.

Als Ostergras in Gestecken, Körbchen oder Osternestern eignen sich Naturmaterialien wie Heu aus dem

Eierfärben zu Ostern? Natürlich mit Naturfarben!

Eierfärben zu Ostern? Natürlich mit Naturfarben!

Ostereier mit Naturfarben enthalten garantiert keine umwelt­schädlichen Chemikalien.  (Annie Spratt / CC0 1.0 )

Bunte Eier erhöhen die Freude am Frühling und am Osterfest. Besonders viel Spaß macht es, die Eier selbst zu färben. Benutzen Sie dafür rein pflanzliche Farben: Diese erzeugen warme, harmonische Farbtöne und enthalten garantiert keine umwelt­schädlichen Chemikalien.

Blaue Farbe lässt sich zum Beispiel aus getrockneten Heidelbeeren oder Holunderbeeren gewinnen. Birkenblätter, Zwiebelschalen, Curcuma oder Johanniskraut ergeben eine gelbe Färbung, Spinat, Petersilien, Gras oder Brennnesseln eine grüne. Für eine braune Färbung sollten die Eier längere Zeit in einem Zwiebelschalensud liegen oder in Kaffee oder Schwarztee gekocht werden. Rotkohl sorgt für eine violette Färbung.

Naturfarben lassen sich leicht herstellen

Die Pflanzenteile müssen etwa 30 bis 45

Ostereier ohne Tierquälerei

Ostereier ohne Tierquälerei

Wer keine Eier aus Käfighaltung oder mit krebserregenden Farbstoffen im Osternest will, sollte genau hinschauen.  (Annie Spratt / CC0 1.0 )

Zum Ende der Fastenzeit kommen wieder allerlei Leckereien auf den Tisch, allen voran bunt gefärbte Ostereier. Wenn Sie keine Eier aus Käfighaltung oder mit krebserregenden Farbstoffen im Osternest haben wollen, sollten Sie genau hinschauen.

Denn der Stempel, dessen erste Ziffer normalerweise Auskunft über die Tierhaltung gibt, ist bei gekochten und gefärbten Ostereiern keine gesetzliche Pflicht. Hersteller müssen hier keine Angaben über die Art der Tierhaltung machen.

Zwar setzt der Handel auf Druck von VerbraucherInnen verstärkt auf Transparenz, so dass inzwischen auf vielen Ostereier-Packungen freiwillige Siegel über die Haltung der

Schadstofffreie Ostern

Schadstofffreie Ostern

Stark riechende Plastikprodukte sollten Sie lieber im Regal lassen.  (Pinacol / pixabay.com)

Zur Osterzeit wird zunehmend auch Spielzeug verschenkt. Bei wärmer werdenden Temperaturen vor allem Freizeitartikel für draußen wie Bälle, Inlineskates, Roller, Skateboards, Schaufeln oder Eimer für den Sandkasten.

Insbesondere in aus Fernost importierten Plastikprodukten verstecken sich häufig die sogenannten Weichmacher oder Chemikalien wie Bisphenol A, die in den Hormonhaushalt von Heranwachsenden eingreifen und zu späteren gesundheitlichen Schäden führen können. Während des Gebrauchs können sich diese Substanzen aus den Spielzeugen herauslösen und gelangen so in die Umwelt und den menschlichen Körper.

Auf der sicheren Seite mit dem ToxFox

Damit die Ostergeschenke auch wirklich frei von Schadstoffen sind, empfiehlt der BUND, diese vorab mit einer selbst entwickelten Smartphone-App zu testen. Mit

Putzmittel: das Großreinemachen sparsamer gestalten

Putzmittel: das Großreinemachen sparsamer gestalten

Mit viel Schaum wird es nicht zwingend viel sauberer.  (Myriams-Fotos / pixabay.com)

Eine Milliarde Euro geben die Deutschen jährlich für Hausputzmittel aus. Doch oft werden mehr Putzmittel verwendet als nötig.

Der BUND rät zu einer sparsamen Dosierung. Mit viel Putzmittel schäumt und duftet es zwar mehr, aber sauberer wird es nicht. Im Gegenteil – die Wirkung kann sogar nachlassen, wenn das Spül- oder Putzwasser zu stark schäumt, da sich das Putzmittel dann an der Oberfläche sammelt und die Fettlösekraft vermindert wird.

Das Reinigungsmittel sollte immer erst am Ende zugegeben und die Dosierungsanleitung der Hersteller beachtet werden. Oft reichen schon zwei bis drei Tropfen für mehrere Liter Wasser.

Ein gefährlicher Cocktail

Die in Reinigungsmitteln enthaltenen Chemikalien können die

Ökologisch Umziehen

Ökologisch Umziehen

Unser Tipp: Kaufen oder leihen Sie bereits genutzte Kartons.  (stux / pixabay.com)

Ein Umzug kostet nicht nur Kraft und Nerven, sondern belastet oft auch die Umwelt. Wir empfehlen daher, beim Umzug auf um­weltschonen­de Alter­nativen zu setzen:

Gebrauchte Um­zugs­kar­tons kaufen oder leihen

Umzugskartons aus Pappkarton verbrauchen bereits bei der Herstellung viel Energie und Ressourcen. Unser Tipp: Kaufen oder leihen Sie bereits genutzte Kartons. Ob über den Freundes­kreis oder über Tauschrin­ge, bereits gebrauchte Umzugskar­tons sind leicht zu beschaffen.

Tauschen statt wegwerfen

Bei jedem Umzug fällt auch Abfall an. Denken Sie dran: Kaputte Elektroge­räte müssen ordnungsge­mäß beim Recycling­hof abge­ge­ben werden und auch Farbreste sollten umweltschonend entsorgt werden.

Bevor Sie Möbel oder Haushaltsgeräte weg­wer­fen, fragen Sie zunächst in Ihrem Bekannten­kreis nach

Amphibien vor Pestiziden schützen

Amphibien vor Pestiziden schützen

In Deutschland sind mehr als 60 Prozent der Amphibienarten vom Aussterben bedroht.  (nahlinse photography)

Bei steigenden Temperaturen kommen Frösche, Kröten und Unken aus ihren Über­win­terungsplätzen gekrochen und beginnen Teiche, Tümpel und Wiesen zu bevölkern.

Doch von Jahr zu Jahr gibt es weniger von ihnen, Amphibien zählen mittlerweile zu den am meisten gefährdeten Tierarten weltweit, in Deutschland sind mehr als 60 Prozent vom Aussterben bedroht.

Amphibien sind vielen Gefahren ausgesetzt

Nicht nur, dass Autos und landwirtschaftliche Fahrzeuge viele der Tiere überfahren. Schuld an den drastischen Sterberaten von Fröschen, Lurchen und Kröten ist vor allem das Spritzen von Pestiziden in der Landwirtschaft. Suchen die Tiere auf mit Pflanzengiften behandelten Wiesen oder Äckern Unterschlupf, gelangen die Chemikalien über die durchlässige Haut

Die fünfte Jahreszeit – zu kleinem Preis und ohne Chemie

Die fünfte Jahreszeit – zu kleinem Preis und ohne Chemie

Selbstgemachte Schminke ist garantiert frei von hormonellen Schadstoffen.  (Jeux-de-filles / pixabay.com)

Wieder feiern wir Fasching, und wieder heißt es: Raus aus dem Alltag und rein ins Kostüm. Wer möchten wir in diesem Jahr sein? Wie ver­kleiden wir uns? Und was brauchen wir dafür? Oft liegt das Gute nah und wir können uns den Gang ins Kaufhaus und den Kauf billiger und schädlicher Wegwerf-Kostüme aus Plastik sparen. So schonen Sie nicht nur sich und Ihren Geldbeutel, sondern auch noch die Umwelt.

Basics: Suchen, leihen, oder gebraucht kaufen

Schauen Sie sich zunächst einmal bei sich zu Hause um. Finden Sie in Ihrem Kleiderschrank und in dem ihrer Kinder Kleidungsstücke, die Sie neu kombinieren oder leicht aufpeppen können? Haushaltsgegenstände oder Spielzeug, die sich

Zehn Tipps zur Abfallvermeidung

Zehn Tipps zur Abfallvermeidung

Selber reparieren: Für viele schon fast in Vergessenheit geraten.  (MeHe / pixabay.com)

Als „typisch deutsch“ gilt das Mülltrennen in anderen Ländern. Gleichzeitig sind wir in Deutschland  Europameister im Müll-Pro­du­zieren – und die Menge nimmt jährlich zu. Unmengen Coffe-to-go-Becher, Kaffeekapseln oder der zunehmende Online-Versandhandel sorgen in diesem Zusammenhang für Negativschlagzeilen. Dabei gibt es einfache Möglichkeiten, Abfälle zu vermeiden und so von den 8,7 Kilo Müll, die wir pro Kopf in der Woche produzieren, herunterzukommen.

Unsere Tipps:Nie wieder Einmaltüten: mit einem Beutel, einem Rucksack oder einem Korb zum Einkaufen gehen. Unterwegs: Brotdosen und wiederbefüllbare Flaschen und Becher nutzen. Einkaufen ohne Verpackungsmüll? Der Wochenmarkt oder Unverpackt-Läden sind eine gute Alternative zum Supermarkt. Lebensmittel vor der Tonne retten – durch gut geplantes Einkaufen, Resteverwertung oder Foodsharing. Leitungswasser trinken. Leitungswasser

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