Der größte Feind der Biene ist die Varroamilbe. Um einen Varroabefall festzustellen, schiebt man einen Bodenschieber unter das Brutnest in die Beute. Wenn mehr als vier braune (ausgewachsene) Milben pro Tag sichtbar werden, muss man mit der Behandlung beginnen. Es gibt andere Erkenntnismethoden, die unten nachlesbar sind. Ebenso gibt es unterschiedliche Wege der Bekämpfung, sowohl biologisch als auch chemisch. Welcher Methode man sich bedient, muss man für sich entscheiden. Auswahlmöglichkeiten findet man ebenfalls hier.

Methode 1: bei Varroabefall schneidet man die Drohnenbrut aus
Da sich die Varroamilben – wie bereits erwähnt – vorzugsweise in der Drohnenbrut aufhalten, kann durch das Ausschneiden der Drohnenbrut die Varroamilbe gut bekämpft werden. Zudem befindet sich der größte Teil der Milben während der Brutzeit in den Brutzellen.

Die Drohnenbrut wird dabei erst ausgeschnitten wenn die Brut verdeckelt ist, da die Milbe erst kurz vor der Verdeckelung in die Zelle einzieht. Durch die längere Brutzeit, ist die Drohnenbrut ein wichtiger Faktor für explosionsartige Entwicklungen der Varroatose.

Methode 2:  Wärmebehandlung
Bei der Wärmebehandlung werden die verdeckelten Brutwaben ohne Bienen entnommen und in eine Art Brutkasten gehängt. Durch Erhitzen werden zwar die meisten Milben getötet, mitunter aber auch die Brut beschädigt. Das Gerät für die Brutwabenerwärmung heißt Varroacontroller. Der Varroacontroller kann gekauft und manchmal auch gemietet werden.

Methode 3:  Varroa Skorpion bzw. Bücherskorpion
Hierbei handelt es sich um einen Symbionten des Bienenvolkes. Leider ist er in den letzten Jahren oft auch den Medikamenten zur Varroabehandlung zum Opfer gefallen. Was daran liegt, dass er selbst wie die Milbe ein Spinnentier ist. Ich freue mich diesen kleinen Pseudoskorpion in meinen Bienenbeuten gefunden zu haben.

Es laufen Experimente wie der Pseudoskorpion eingesetzt werden kann um die Varroatose zu bekämpfen.

Methode 4:  kleine Wabenzellen
Im Grunde sind es nicht die kleinen Wabenzellen alleine, sondern ein spezielles Betriebsführungskonzept. Zentrales Element ist die Verkürzung der Brutzeit., wodurch quasi eine Generation an Milben weniger schlüpft, was die Vermehrung der Milben extrem stark einschränkt.

Zudem wird darüber spekuliert, ob die engeren Zellen die Befruchtung der weiblichen Milben durch das Männchen in den Engen Zellen erschwert wird, bzw. ob die Milben in der Enge sogar zerdrückt werden.

Mehr zu den kleinen Wabenzellen findest Du hier: Die Varroamilbe mit kleinen Wabenzellen bekämpfen? Was ist dran?

Methode 5:  Brutentnahme
Bei diesem Verfahren werden alle verdeckelten und verdeckelungsnahen Brutwaben entnommen. Dadurch werden auch die meisten Milben entfernt. Das Volk muss sich hier etwas umstellen, bei guten Trachtbedinungen passt dieses Verfahren aber mitunter gut in die Betriebsweise, da es schwarmverhindernd wirkt.

Meist werden die Larven in den Brutwaben jedoch nicht getötet, sondern erhalten eine Varroatosebekämpfung mit Ameisensäure. Eines der wichtigsten Werkzeuge ist hier der Nassenheider verdunster mit 60 Prozentiger Ameisensäure. Aber auch die Schwammtuchmethode ist sehr beliebt.

Man könnte die Bienenlarven jedoch auch anderweitig verwerten, zum Beispiel könnte man die Bienenlarven essen. Dann bleibt man der natürlichen Behandlung treu.
Varroatosebekämpfung mit Homöopathie, Varroatose Behandlung mit Homöopathie
Studie mit 10 Völkern. Vorsichtig zu bewerten.

Methode 6:  Homöopathie
Ja, es gibt auch Ansätze wie man Varroatose mit Homöopathie behandeln kann. Ein Experte darin ist Michael Rosenfeld ein Tierheilpraktiker aus 45711 Datteln.

Chemische Behandlung bei Varroabefall

Bei Wikipedia haben wir 11 in Deutschland zugelassene Medikamente gefunden.

Perizin (Wirkstoff: Coumaphos)
Bayvarol (Pyrethroid)
Apiguard (Thymol)
Thymovar (Thymol)
ApiLifeVar (Thymol u. a.)
Milchsäure 15% ad us.vet.
Ameisensäure 60% ad us.vet.
MAQS = MiteAwayQuickStrips (Gel+Ameisensäure)
Oxalsäurehydratlösung ad us.vet.
Oxuvar ad us.vet. (Oxalsäure)
Abitraz (Amitraz)

Die Präparate auf Basis von Ameisensäure, Milchsäure und Thymol sind frei verkäuflich und benötigen keinen Eintrag ins Bestandsbuch. Alle anderen sind rezept- und apothekenpflichtig.
In einem Land der Europäischen Union (EU) muss bei Therapienotstand (Definition im AMG) vorrangig ein Mittel eingesetzt werden, das in einem EU-Land zugelassen ist. 85%ige Ameisensäure darf deshalb seit 11. Juli 2014 in Deutschland nur noch als „AMO Varroxal 85% Ameisensäurelösung“ eingesetzt werden und nur noch dann, wenn sie bei Therapienotstand vom Tierarzt verschrieben wird. Seit diesem Stichtag ist das Medikament im EU-Land Österreich (dort frei verkäuflich) als „Varroxal“ zugelassen.

Wir als bee-my.world bevorzugen jedoch immer eine möglichst natürliche Behandlung bei Varroabefall.

Synthetisches Wachs im Wachskreislauf

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