Die Varroa Milbe oder Varroatose

Der größte Feind der Biene ist die Varroamilbe. Vor über 30 Jahren ist sie von Asien nach Europa eingeschleppt worden und treibt seitdem in unseren Bienenstöcken ihr Unwesen, indem sie die Bienenlarven in der verdeckelten Brut im Bienenstock aussaugt. Massives Bienensterben ist die Folge. Um einen Varroa Befall festzustellen, schiebt man einen Bodenschieber unter das Brutnest in die Beute. Wenn mehr als vier braune (ausgewachsene) Milben pro Tag sichtbar werden, muss man mit der Varroa Behandlung beginnen. So wie es unterschiedliche Methoden gibt, den Befall zu erkennen, gibt es auch unterschiedliche Wege der Bekämpfung, sowohl biologisch als auch chemisch. Welcher Methode man sich bedient, muss jeder für sich entscheiden. 

Auf Imkerpate.de haben wir sechs natürlich Methoden zur Behandlung der Varroa Milbe gefunden:

natürliche Methode 1 zur Varroa Behandlung: Drohnenbrut schneiden 

Da sich die Varroamilben wie bereits erwähnt vorzugsweise in der Drohnenbrut aufhalten, kann durch das Ausschneiden der Drohnenbrut die Varroamilbe gut bekämpft werden. Zudem befindet sich der größte Teil der Milben während der Brutzeit in den Brutzellen.

Die Drohnenbrut wird dabei erst ausgeschnitten wenn die Brut verdeckelt ist, da die Milbe erst kurz vor der Verdeckelung in die Zelle einzieht. Durch die längere Brutzeit ist die Drohnenbrut ein wichtiger Faktor für die explosionsartige Entwicklung der Varroatose.

natürlich Methode 2 zur Varroa Behandlung: Wärmebehandlung

Bei der Wärmebehandlung werden die verdeckelten Brutwaben ohne Bienen entnommen und in eine Art Brutkasten gehängt. Durch Erhitzen werden zwar die meisten Milben getötet, mitunter aber auch die Brut beschädigt. Das Gerät für die Brutwabenerwärmung heißt Varroacontroller. Der Varroacontroller kann gekauft und manchmal auch gemietet werden.

natürliche Methode 3 zur Varroa Behandlung ist der Varroaskorpion bzw. Bücherskorpion. 

Hierbei handelt es sich um einen Symbionten des Bienenvolkes. Leider ist er in den letzten Jahren oft auch den Medikamenten zur Varroabehandlung zum Opfer gefallen. Was daran liegt, dass er selbst – wie die Milbe – ein Spinnentier ist. Ich freue mich, diesen kleinen Pseudoskorpion in meinen Bienenbeuten gefunden zu haben.

Es laufen Experimente wie der Pseudoskorpion eingesetzt werden kann, um die Varroatose zu bekämpfen.

 

Der Bücherskorpion

natürliche Methode 4 zur Bekämpfung der Varroa Milbe sind kleine Wabenzellen

Im Grunde sind es nicht die kleinen Wabenzellen alleine, sondern ein spezielles Betriebsführungskonzept. Zentrales Element ist die Verkürzung der Brutzeit, wodurch quasi eine Generation an Milben weniger schlüpft, was die Vermehrung der Milben stark einschränkt.

natürliche Methode 5 zur Varroa Behandlung ist die Brutentnahme

Bei diesem Verfahren werden alle verdeckelten und verdeckelungsnahen Brutwaben entnommen. Dadurch werden auch die meisten Milben entfernt. Das Volk muss sich hier etwas umstellen; bei guten Trachtbedingungen passt dieses Verfahren aber mitunter gut in die Betriebsweise, da es schwarmverhindernd wirkt.

Meist werden die Larven in den Brutwaben nicht getötet, sondern erhalten eine Varroa Behandlung mit Ameisensäure. Eines der wichtigsten Werkzeuge ist hier der Nassenheider Verdunster mit 60 Prozentiger Ameisensäure. Aber auch die Schwammtuch Methode ist sehr beliebt. Man könnte die Bienenlarven jedoch auch anderweitig verwerten, zum Beispiel könnte man sie essen. Dann bleibt man der natürlichen Behandlung treu.

natürliche Methode 6 zur Varroa Behandlung ist die Homöopathie.

Ja, es gibt auch Ansätze wie man Varroatose mit Homöopathie behandeln kann. Ein Experte darin ist Michael Rosenfeld ein Tierheilpraktiker aus 45711 Datteln.

Auf Wikipedia haben wir 11 in Deutschland zugelassene Medikamente gefunden.

möglichst vermeiden

Perizin (Wirkstoff: Coumaphos)
Bayvarol (Pyretroid)
Apiguard (Thymol)
Thymovar (Thymol)
ApiLiveVar (Thymol u. a.)
Milchsäure 15% ad us.vet.
Ameisensäure 60% ad us.vet.
MAQS = MiteAwayQuickStrips (Gel+Ameisensäure)
Oxalsäurehydratlösung ad us.vet.
Oxuvar ad us.vet. (Oxalsäure)
Apitraz (Amitraz)

Die Präparate auf Basis von Ameisensäure, Milchsäure und Thymol sind frei verkäuflich und benötigen keinen Eintrag ins Bestandsbuch. Alle anderen sind rezept- und apothekenpflichtig.

In einem Land der Europäischen Union (EU) muss bei Therapienotstand (Definition im AMG) vorrangig ein Mittel eingesetzt werden, das in einem EU-Land zugelassen ist. 85%ige Ameisensäure darf deshalb seit 11. Juli 2014 in Deutschland nur noch als „AMO Varroxal 85% Ameisensäurelösung“ eingesetzt werden und nur noch, wenn sie bei Therapienotstand vom Tierarzt verschrieben wird und weil sie seit diesem Stichtag im EU-Land Österreich (dort frei verkäuflich) als „Varroxal“ zugelassen ist.

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