Stress schwächt die Bienen

Was verursacht Stress für die Bienen

Die Ursachen für ein gestresstes Bienenvolk können sehr unterschiedlich sein:

  • einseitige Ernährung und Mangelerscheinungen
  • Wasser- und Futtermangel
  • falscher Standort
  • zu kalt, feucht oder zu viel Wärme in der Beute 
  • mangelnde Hygiene, wie beispielsweise Verkotungen, Wassereintritt
  • das Volk ist zu klein: erzeugt nicht genügend Wärme ( 35 Grad im Brutnest für das Volk lebenswichtig !) 
  • schlechte Belüftung oder zuviel Belüftung  in der Beute  (Zugluft)
  • Nässe durch Eindringen von Regen und Sturm durch Außenwände, ins Flugloch und Pfützen auf dem Bodenbrett. Durch Nässe entstehen Verdunstungskälte und Schimmel
  • Ungebetene Gäste, wie Ameisen, Wachsmotten, Spechte, Mäuse, etc.
  • Mangelnde Hygiene und Beutenreinigung
  • hohen Milbenbefall und Krankheiten
  • unbewußte und unnötige Eingriffe des Imkers ins Bienenvolk 

 

Sorgfaltspflicht der Imker zugunsten der Bienen

Sorgfaltspflicht der Imker zugunsten der Bienen

Sorgfaltspflicht der Imker

Inzwischen hat bee-my.world viele Informationen zu Bienen, zum Bienensterben zur Bienenrettung und zum Imkern veröffentlicht. Dabei haben wir immer wieder unsere Philosophie der Nachhaltigkeit betont und auf die Wichtigkeit des Umweltbewusstseins hingewiesen. Dieses Bewusstsein sollte bei unserem Denken und Handeln immer im Vordergrund stehen. Dazu gehört auch die Sorgfaltspflicht der Imker. Es ist uns klar, dass es oft schwierig ist, neue Denkweisen mit alt eingefahrenen Strukturen zu vereinbaren. Allerdings muss man immer offen sein für Neuerungen, wenn man nicht zum ‚alten Eisen‘ gehören möchte. Und wer will das schon..? Reden wir hier also einmal über die Sorgfaltspflicht der Imker…
Wenn wir über eingefahrene Strukturen beim Imkern sprechen, denken wir zunächst an Bienenhaltung und Honigernte. Denken wir aber auch an die Sorgfaltspflicht bei der Imkerei? Haben wir immer im Hinterkopf, was das Wichtigste ist – nämlich die Gesundheit und das Wohlergehen der Bienen?
Wenn wir es einmal genau analysieren, behandeln wir häufig die Bienen nicht anders, als Landwirte ihre Kühe, Hühner und Schweine. Sie sind Einnahmequellen und sichern unseren Unterhalt. Der Profit steht klar im Vordergrund. Dann kommt das große Lamento: Die Bienen sterben. Natürlich sind Parasiten und Pestizide Schuld.

Was tun wir aber, um unsere Bienen davor zu schützen? Wir nehmen ihnen den Honig, der ihnen Kraft verleiht und ihr Immunsystem stärkt, um ihn durch Zuckerwasser zu ersetzen. Das entspricht nicht der Sorgfaltspflicht. Mit einem guten Immunsystem könnten die Tiere sich viel besser schützen und würden möglicherweise nicht massenhaft sterben.

Sorgfaltspflicht der Imker

Mit eingefahrenen Strukturen meinen wir, dass wir Imker oft nicht über den Tellerrand hinausblicken. Wir denken kurzfristig und berücksichtigen nicht, dass auch der Honigertrag sich nicht reduzieren würde, wenn wir besser mit den Bienen umgehen würden. Bienensterben verursacht höhere Verluste als der Verzicht auf einen Teil der Ernte.
Wir haben über Erfahrungen der Imker gelesen, die diese Tatsache bei ihrer Arbeit berücksichtigen und nur profitieren. Wir sollten es alle einmal versuchen!
Es gibt einiges mehr zu beachten, worüber wir im nächsten Blog berichten.

Wenn synthetisches Wachs in den Wachskreislauf gerät

Wenn synthetisches Wachs in den Wachskreislauf gerät

In unserem Artikel zur Gesundheit der Biene haben wir beschrieben, wie Pestizide und Monokulturen das Immunsystem der Biene schwächen. Es gibt nun seit einigen Monaten eine neue Bedrohung, die den Bienen zusetzt: Synthetisches Wachs!  Was eigentlich als Hilfestellung gedacht ist, stellt sich nun als gefährliche Falle heraus. Mittelwände, die zusätzliche Einlagerungsmöglichkeiten für Pollen, Honig, Brut  und Nahrung bieten, werden von unseriösen Händlern mit 

Paraffin gestreckt und brechen bei Sommertemperaturen über 45 °, die in den Bienenstöcken leicht erreicht werden, ein. Der Schmelzpunkt von Paraffin liegt deutlich niedriger als bei Wachs, das erst bei 65 ° zu schmelzen beginnt. Wachs, das mit Paraffin versetzt wird, hält den Sommertemperaturen nicht Stand. Der Preisunterschied von Paraffin zu Wachs verführt einige Händler zum Pantschen und birgt für die Bienen eine zusätzliche Gefahr. 

Häufig stammt synthetisches Wachs Gemisch aus China. China ist ein Land, das seinen eigenen Produkten nicht traut. Wie können wir auf die Idee kommen, dass deren Produkte für uns gut sind? Sowohl für die Bienen, als auch für uns Menschen wäre es sinnvoll, wenn man Wachs Mittelwände aus dem eigenem Wachskreislauf benutzen würde.  Das bedeutet, dass nicht mehr verwendete Waben und auch alle Wachsreste eingeschmolzen werden. Man kann dafür einen Sonnenwachsschmelzer oder einen Dampfwachsschmelzer benutzen. Das Prinzip ist das gleiche: Durch die Hitze der Sonneneinstrahlung unter Glas oder durch den Dampf schmilzt das Wachs und kann aufgefangen werden. 

Es gibt Mittelwandhersteller, die anbieten, imkereigenes Wachs zu reinigen und für die Mittelwände zu nutzen. Ob der Imker am Ende tatsächlich Mittelwände aus eigenem Wachs bekommt, ist Vertrauenssache – Wie alles …

Wildbienen versus Honigbienen

Wildbienen versus Honigbienen

Wildbienen

Die drastische Entwicklung des Sterbens der Wildbienen wird bei uns über die Problematik der Honigbiene ziemlich vernachlässigt. Die Honigbiene ist ein Wirtschaftszweig für die Lebensmittelindustrie und wird daher auch bevorzugt beachtet. Die Wildbiene jedoch ist zur Bestäubung unserer Pflanzen eigentlich noch wichtiger. Im Artikel von Naturgartenfreude. de ist das Thema passend beschrieben. Hört der Laie den Begriff „Biene“ denkt er in der Regel ausschließlich an unsere Honigbiene. Die Existenz unserer 560 einheimischen Wildbienenarten, die im Gegensatz zu den Staaten der Honigbiene meist solitär leben, ist vielen Menschen völlig unbekannt. Leider schützt Unwissenheit nicht vor dem Aussterben. 

Wildbienen versus Honigbiene
Wildbiene versus Honigbiene

Die Roten Listen gefährdeter Arten erfreuen sich eines ebenso regen wie frustrierenden Zuwachses. Aus ökologischer Sicht wiegt der Verlust unserer Wildbienen noch schwerer als Ausfälle in den Reihen der Honigbiene. Der einseitige Fokus auf die Honigbiene, sollte daher aus Sicht des Natur- und Artenschutzes deutlich erweitert werden. Die Honigbiene ist auf Grund ihrer fehlenden Spezialisierung weniger gefährdet als viele unserer Wildbienenarten. Alle Schutzmaßnahmen sollten daher primär den wildlebenden Insekten gelten. Wildbienenschutz nutzt immer auch der Honigbiene, umgekehrt ist das leider nicht zwangsläufig der Fall. Wesentliche Informationen und Daten zu diesem hochkomplexen und reichlich emotionalen Zündstoff liefernden Thema liefert das Buch „Wildbienenschutz – von der Wissenschaft zur Praxis“, das als grundlegende Basis für diesen Artikel diente. Dieses Buch beinhaltet die Auswertung von naturwissenschaftlichen Studien über Wild- und Honigbienen der letzten 20 Jahre, das Literaturverzeichnis umfasst stolze 400 Titel. Die in diesem Buch zitierten Angaben sind also keine Vermutungen, sondern beziehen sich ausnahmslos auf die Ergebnisse naturwissenschaftlicher Studien. Hans-Jürgen Martin (www.wildbienen.de) hat in seiner bewährt gründlichen Art im Literaturverzeichnis seiner Website auch eine Liste mit Veröffentlichungen (Seite ganz unten!) zum Thema Interaktion zwischen Honigbienen und Wildbienen erstellt. Lesenswert ist auch die Dissertation von Stefan Evert „Interspezifische Konkurrenz zwischen Honigbienen (Apis mellifera) und solitären Wildbienen (Hymenoptera Apoidea)“. Es stellt sich die Frage, ob uns die Honigindustrie am Herzen liegt, oder ob wir Wert darauf legen, dass unsere Pflanzen bestäubt werden. Diese Frage beantwortet sich eigentlich von selbst. 

Plastikmüll in den Weltmeeren zerstört Lebensraum

Plastikmüll in den Weltmeeren zerstört Lebensraum

Die Medien berichten in der letzen Zeit intensiv über den Plastikmüll in den Weltmeeren. Für die Herstellung von Plastik wird öl gebraucht. Wenn man sich auf der Seite welt-in-zahlen.de anschaut, wieviel Barrel Öl wir pro Kopf/Jahr verbrauchen, sollten wir dringend über eine Reduzierung nachdenken. Abgesehen von der Verunreinigung der Meere erwärmt unser unkontrollierter CO2 Ausstoß unsere Erde und beschert uns sauren Regen. 

Plastikmüll in den Weltmeeren zerstört Lebensraum

Das zerstört unsere Natur und damit unsere Bienen. Jeder kennt die Bilder von den Lebensmittelabteilungen in den Supermärkten, wenn es keine Bienen gäbe. Wir benutzen aber – obwohl wir um die Konsequenzen wissen – für jeden Weg das Auto und tragen zu diesem Dilemma bei.

Für Kinder: Tankerunfälle, geplatzte Bohrleitungen, defekte oder brennende Bohrinseln – die Liste ist lang und die Unglücke haben dramatische Folgen für die Umwelt. Das hören wir dann in den Nachrichten. Insgesamt verunreinigen etwa 100.000 Tonnen Erdöl jährlich die Weltmeere alleine durch Tankerunfälle. Auch geschehen immer wieder Brandunfälle auf Ölplattformen. So brannte 2010 im Golf von Mexiko eine Ölplattform und versank im Meer. Insgesamt sind damals rund 500.000 Liter Öl ins Meer gelangt und haben eine riesige Ölpest verursacht, bei der Fische und Vögel starben. Küstenlandstriche sind für viele Jahre verseucht und unbrauchbar. Ökologen sehen auch eine Gefahr für die Umwelt bei der Förderung von Ölsanden, da bei der Gewinnung Chemikalien eingesetzt werden müssen. Diese wiederum, so wird befürchtet, gelangen oft unkontrolliert in Bäche und Flüsse. Wie kannst Du mithelfen, Öl zu sparen?

Wie Du siehst, hat das Erdölzeitalter seinen Preis. Und Öl ist endlich. Deshalb ist es so wichtig, sorgfältig mit diesem kostbaren Rohstoff umzugehen. Auch Du kannst ein wenig dazu beitragen. ° Vermeide Plastiktüten beim Einkaufen, nimm lieber Tüten aus Papier oder einen Stoffbeutel. ° Verzichte weitgehend auf Spielzeug aus Plastik, nimm lieber Spielsachen aus Holz oder Metall. Und das geht an Eure Eltern: ° Kürzere Wege lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. ° Autos mit umweltfreundlichen Motoren kaufen, wie zum Beispiel Elektro-, Erdgas-, Biodiesel-, Wasserstoff- oder Hybridantrieb – das ist eine Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor. ° Nur ein Grad weniger Heizwärme kann sechs Prozent der Heizkosten pro Jahr reduzieren und senkt auch den Verbrauch beispielsweise von Erdöl. Quelle: Berliner-Teddybote.de

Klimawandel und was er auslöst

Klimawandel und was er auslöst

Als potenzielle Ursache für Bienenverluste kann das Wetter einen starken lokalen Einfluss ausüben, doch ein solcher Faktor liegt außerhalb menschlicher Kontrolle. Der globale Klimawandel – der zu zahllosen Veränderungen führen könnte, die das Überleben von Bienen beeinflussen – lässt sich jedoch möglicherweise von Menschen beeinflussen. 

Klimawandel verändert die Welt

Die Auswirkungen des Wetters auf die Bienen

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts ist das Winterwetter in vielen Ländern variabler geworden. Dieses Muster ist anscheinend mit dem Muster der Honigbienen Verluste in den USA, Großbritannien und Kontinentaleuropa verknüpft. So war der Winter 2011/12 in den USA ungewöhnlich mild, und es ist auffällig, dass der Verlust von Honigbienenvölkern landesweit ’nur‘ 22,5 % betrug, während im harten Winter 2012/13 30,6% verloren gingen. Raues Wetter war für Stockbienen schon immer schädlich und gilt inzwischen als wichtiger Faktor für den Völkerkollaps. Der negative Einfluss von schlechtem Wetter auf das Überleben der Bienen könnte reversibel sein, wenn das Wetter freundlicher wird. Doch wenn eine Art am Rand ihres klimatischen Verbreitungsgebietes lebt oder selten ist, können mehrere Schlechtwetterjahre in Folge zum Aussterben führen. Klimawandel und Bienen: Hummeln mit ihrem stark behaarten Körper haben sich in kühleren Weltregionen entwickelt. Innerhalb ihres normalen Verbreitungsgebietes können steigende Temperaturen – die zu wärmeren Wintern und heißeren Sommern führen – ihre Überlebensfähigkeit beeinflussen. Ein typisches Merkmal des Klimawandels sind erratische Wettermuster. Es könnte passieren, dass eine Königin während eines für die Jahreszeit untypisch warmen Tages mitten im Winter aus der Winterruhe erwacht und keine Nahrung findet. Selbst wenn sie über genügend Energie verfügt, um an ihren Überwinterungsplatz zurückzukehren, sind ihre Reserven erschöpft, und die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass sie bis ins Frühjahr überlebt.

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