Richtige Wintervorräte sind überlebenswichtig

Richtige Wintervorräte sind überlebenswichtig

Hat das Bienenvolk genug Vorräte für den Winter?

Bereits ab August beginnt die Aufzucht der langlebigen ‚Winterbienen‘, die bis zum Frühling im Bienenstock bleiben. Völker mit etwa 5000 Winterbienen überwintern meist gut, wenn sie ausreichende Wintervorräte haben. Bringen Sie also Jungbienen bis Ende Juli auf 5000 Exemplare. Die Population von Altvölkern sollte etwas höher sein, denn sie sind weniger brutfreudig. Nach der Honigernte müssen Sie das Bienenvolk auf den Winter vorbereiten. Überfüttern Sie s jedoch nicht, sonst besteht die Gefahr, dass zu wenig Platz für die Aufzucht der Winterbienen ist.
Prüfen Sie die Pollenvorräte und stellen Sie sicher, dass ausreichender proteinhaltiger Futtervorrat für die Brut eingelagert wurde. In der Regel reichen zwei Rähmchen mit Pollenzellen in der Brutraumzarge aus.

Honig im Bienenstock lassen für die Wintervorräte

Ein Volk braucht je nach Größe 18 – 22 kg Honig als Wintervorrat. Manche Imker überlassen den Bienen diese Menge an Honigrähmchen, statt nach der Honigernte mit Zuckersirup zu füttern. Bei der Zufütterung sind fertiger Zuckersirup aus dem Fachhandel oder selbst gemachter Sirup gebräuchlich.
Mischen Sie unbedingt Nahrungsergänzungsmittel dazu. Füttern Sie keinesfalls fermentierten Honig oder Rohrzucker – sie führen zu Durchfall. Auch Honig oder Pollen unbekannter Herkunft sind als potentielle Krankheitsüberträger tabu. Bis Anfang Oktober sollte die Fütterung erledigt sein, damit die Bienen den Zuckersirup durch Trocknung haltbar machen können.
Bestimmen Sie zum Abschluss die Varroa-Population, behandeln Sie bei Befall, verengen Sie das Flugloch und stellen Mausefallen auf.

Das Überleben der Bienen im Winter

Das Überleben der Bienen im Winter

Wie bereitet man ein Bienenvolk auf den Winter vor

Zum Überleben der Bienen im Winter, drängen sie sich in einer ‚Wintertraube‚ bis zum Frühling eng zusammen. So überstehen sie die kalte und trachtlose Jahreszeit. Normal ist ein Ausfall von etwa einem Viertel der Bienen. Der Imker muss seine Völker optimal und rechtzeitig bereits im Sommer, spätestens im Herbst, auf die Überwinterung vorbereiten. Ab Mitte September greifen Sanierungsmaßnahmen nicht mehr. Ein gesundes, starkes Bienenvolk kann durchaus tiefe Temperaturen aushalten, bekommt aber bei knappen Futtervorräten oder Krankheiten große Probleme. Dann kann der Imker durch eine Winterfütterung unterstützend eingreifen, idealerweise mit Honigwaben von einem ausreichend versorgten Volk.

Überleben der Bienen im Winter mit Honig

Bei der Ernte darf man nur so viel Honig entnehmen, dass die Vorräte der Bienen für den Winter ausreichen. Ein starkes Volk mit einer jungen Königin, das unbelastet von Varroa-Milben ist, hat die besten Chancen, den Winter zu überstehen. Für schwache Völker gilt das nicht. Kleine Völker sollten ganzjährig kontinuierlich zugefüttert werden, um Bau und Brut rechtzeitig optimal zu fördern.
Ein guter Winterschutz und angemessene Isolation der Magazine helfen dem Volk ebenfalls. Keinesfalls aber sollten Sie den Stock ‚heizen‘. Bei milden Temperaturen werden die Bienen aktiv und verbrauchen zu viele Vorräte. Hängen Sie Honigwaben über und neben die Wintertraube. Sie dürfen den Bienenstock an einem warmen Wintertag kurz öffnen und die Honigwaben näher an die Wintertraube hängen, aber niemals die Wintertraube selbst stören. Sie kann sich nicht neu formieren und die Bienen würden erfrieren.

Der Stress schwächt die Bienen

Der Stress schwächt die Bienen

Was verursacht Stress für die Bienen

Die Ursachen für ein gestresstes Bienenvolk können sehr unterschiedlich sein. Stress schwächt die Bienen auf jeden Fall. Nachstehend siehst Du, was für die Bienen Stress bedeutet und was deshalb möglichst zu vermeiden ist:

  • einseitige Ernährung und als Folge Mangelerscheinungen
  • Wasser- und Futtermangel
  • falscher Standort
  • zu kalt, feucht oder zu viel Wärme in der Beute 
  • mangelnde Hygiene, wie beispielsweise Verkotungen und zusätzlich Wassereintritt
  • das Volk ist zu klein: erzeugt nicht genügend Wärme ( 35 Grad im Brutnest für das Volk lebenswichtig !) 
  • schlechte Belüftung oder zuviel Belüftung  in der Beute  (Zugluft)
  • Nässe durch Eindringen von Regen und Sturm durch Außenwände, ins Flugloch und Pfützen auf dem Bodenbrett. Durch Nässe entstehen Verdunstungskälte und außerdem Schimmel
  • Ungebetene Gäste, wie Ameisen, Wachsmotten, Spechte, Mäuse, etc.
  • Mangelnde Hygiene und Beutenreinigung
  • hoher Milbenbefall und auch Krankheiten
  • unbewusste und unnötige Eingriffe des Imkers ins Bienenvolk 

				

Behindert ein Absperrgitter die Bienen?

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Zufütterung im Winter ist oft missverstanden

Zufütterung im Winter ist oft missverstanden

Zufütterung der Bienen – leider oft missverstanden

Es wird Herbst. Es gibt für die Bienen kaum noch Nahrung. Der Honig aus den Waben ist geerntet, damit ist kaum noch Nahrung für die Bienen vorhanden, mit der sie gut über den Winter kommen können. Also bleibt dem Imker nichts anderes übrig, als zuzufüttern. Die Zufütterung im Winter ist üblich. Aber besser nicht aus der  ‚Zuckerersatzkiste‘. Das ist ein fataler Fehler, wie US-Forscher herausgefunden haben.

Zufütterung im Winter über de Futterzarge

Saccharose- oder Fruchtsirup beeinflusst erheblich die Aktivität der Gene.
Wie für die Menschen, gilt auch für die Bienen, dass Zucker nicht gleich Zucker ist. Das Ergebnis einer entsprechenden Untersuchung wurde im  Fachmagazin ‚Scientific Reports‚ veröffentlicht. Diese stützt die Annahme, dass eine falsche oder unzulängliche Ernährung ebenfalls für das weltweite Bienensterben mitverantwortlich ist.
Aus Mais oder anderen Pflanzen hergestellter Sirup wird von Imkern oft als Winterfutter verwendet – als Ersatz für die aus den Bienenstöcken entnommenen Honigwaben. Die Genaktivität in den Fettkörperzellen mit Honig gefütterter Westlicher Honigbienen (Apis mellifera) unterscheide sich aber sehr stark von der mit Saccharose- oder Fructosesirup gefütterter Tiere, berichten die Forscher.
Es sind Hunderte von Genen betroffen. Der Proteinstoffwechsel,  die Signalweiterleitung und das Immunsystem sind bedeutende Erbgutabschnitte, die durch falsche Zufütterung negativ beeinflusst werden. Dabei gibt es nur minimale Unterschiede zwischen Saccharose und Fructose.

Nährstoffe, die im Honig enthalten sind und für den Abbau toxischer Substanzen, wie den Pestiziden, sorgen, fehlen den Ersatzfutterstoffen. Die Folge liegt klar auf der Hand. 

Als Imker ist man verantwortlich für gesunde Bienenvölker und hat dafür Sorge zu tragen, dass die Bienen wohlbehalten überwintern können. Die gut gemeinte Zufütterung von falschen Substanzen ist dafür kontraproduktiv. Für den Kampf gegen Viren und Schädlinge brauchen die Bienen ein stabiles Immunsystem. Maissirup u.ä. trägt nicht dazu bei. Mittelfristig betrachtet gewinnt man mehr, wenn man zugunsten der Biene auf einen Teil der Honigernte verzichtet.

 

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