Mischwälder und deren Nutzen für uns Menschen

Mischwälder und deren Nutzen für uns Menschen

Wie wichtig ist der Wald

Vor einigen Tagen habe ich einen Bericht im Radio über die Mischwälder und deren Nutzen gehört. Ich fasse hier mal zusammen, was die Fakten sind.

Der Wald ist mehr als nur ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere, ein Lieferant für Holz oder das Stück Natur, in dem wir unseren Sonntags-Spaziergang machen. Ein intakter Wald erfüllt noch viele weitere Funktionen – umso wichtiger ist es, dass er nachhaltig bewirtschaftet und geschützt wird.

Mischwälder und deren Nutzen

Der Wald gilt nicht umsonst als „grüne Lunge“ unseres Planeten: Er reinigt die Luft, speichert Kohlendioxid und liefert dafür frischen Sauerstoff. Schon ein einzelner Baum, beispielsweise eine 25-Meter hohe Buche, produziert im Verlauf des Sommers genügend Sauerstoff, um Atemluft für zehn Menschen zu schaffen. Gleichzeitig wirkt ein solcher Baum dank der gewaltigen Blattfläche von 1.600 Quadratmetern wie ein Staubfilter – rund eine Tonne holt er in einem Jahr aus unserer Luft.

Darüber hinaus ist für die Entwicklung des Kindes ein abwechslungsreicher Aufenthalt in der Natur von großer Wichtigkeit. Nutze alle Möglichkeiten, die der Wald bietet, um gemeinsam mit Deinem Kind einmal dem Stress und der Hektik des Alltags zu entkommen. Nicht wenige Kinder, so genannte „Zappelphilippe“, bekommen Tabletten verordnet, um zur Ruhe zu kommen. Ist dies aber immer angebracht? Ruhe und Ausgeglichenheit in das Leben Deines Nachwuchses zu bringen, ist ein Ziel, das Eltern mit einfachen Mitteln und obendrein viel Spaß erreichen können.

Ein anderer wichtiger Aspekt bei Betrachtung der Wetterentwicklung ist, dass ein gesunder Mischwald, aufgrund der Wasserhaltefähigkeit des Waldbodens die Landschaft vor Bodenabtrag (=Erosion) durch rasch abfließendes Oberflächenwasser bewahrt. Auch die Gefahr von Bodenrutschungen kann der Wald verhindern, da das weitverzweigte Wurzelnetz der Bäume dem Boden Halt gibt.

Ihr seht, der Mischwald hat viele Aufgaben zu erfüllen. Mischwald zu erhalten ist daher ein wichtiges Gebot.

Pathogene und Klima – Teil 2

Pathogene und Klima – Teil 2

Weiter ging es mit Herrn Dr. Stefan Berg zum Thema Bienen und Klimawandel. Wir verstehen diesen Zusammenhang und die Notwendigkeit, unserer Umwelt mit mehr Sensibilität zu begegnen. Der zunehmende Klimawandel kann Bienen gehörig aus dem Gleichgewicht bringen. Vorgezogene Blütephasen, lange Wärmeperioden im Winter oder starke plötzliche Temperaturveränderungen zehren an den Energievorräten, machen sie anfälliger für die Varroamilbe und bringen ihren gesamten Kreislauf ins Wanken. Diese Faktoren können es unseren Bienen ebenfalls schwer machen, in Zukunft gut zu überleben. Mehr Abhandlungen dazu gibt es z.B. unter http://www.n-tv.de/wissen/Bienen-verschlafen-den-Fruehling-article3548961.html

http://www.proplanta.de/Agrar-News/Bienen-Klimawandel

Am 2. Tag sprach Dr. Marc Schäfer vom Friedrich-Loeffler-Institut in Greifswald über die Aethina tumida (Kleiner Beutenkäfer), die in Europa auf dem Vormarsch ist. Dieser Käfer ist ein Parasit von Völkern der Honigbiene. Er ist zuhause in Afrika südlich der Sahara und ist von dort aus nach Nordamerika, Australien und seit kurzer Zeit auch nach Europa verschleppt worden. Er gehört zu den gefürchtetsten Bienenparasiten, da bei Massenbefall ein ganzes Volk innerhalb kürzester Zeit vernichtet werden kann. Im Gegensatz zu den afrikanischen Honigbienen Unterarten, die sich gegen den Kleinen Beutenkäfer effizient zur Wehr setzen können, sind die europäischen Unterarten dazu weniger in der Lage und daher umso gefährdeter. Nicht-chemische Maßnahmen zur Bekämpfung des Kleinen Beutenkäfers sind in der Entwicklung.

Abschließend sprach Dr. Eva Forsgren von der Schwedischen Universität für Landwirtschaft über Bakterien in der Brut der Honigbienen – der Faulbrut. Ausführliche Maßnahmen zur Vorbeugung und Sanierung befallener Völker findet Ihr unter: https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/bienen/dateien/faulbrut_sanierung.pdf

Pathogene und Klima – Teil 1

Pathogene und Klima – Teil 1

Erstes Thema der Internationalen Bienenkonferenz

Pathogene und Klima

Dazu hielt Dr. Dennis van Engelsdorp von der University of Maryland einen Vortrag über Parasiten und Pathogene in Honigbienen Völkern. Alle Imker kennen die größten Feinde der Honigbienen – angefangen bei der Varroamilbe, die das größte wirtschaftliche Problem der globalen Imkerei bedeutet, bis hin zu Viren, Bakterien und Pilzen, die die Völker befallen. An der Universität wird der Zusammenhang zwischen Schädlingsbefall und  Klimawandel erforscht. Details  zu den Untersuchungen findet Ihr unter nachstehendem Link:

http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0070182

Dr. Marie-Pierre Chauzat von ANSES (Agence nationale de sécurité sanitaire de l’alimentation, de l’environnement et du travail) in Frankreich erklärte die Risikoindikatoren, die das Überleben von Honigbienen Völkern in Europa beeinflussen, z.B. Neonicotinoide.

Unter https://www.anses.fr/en findet Ihr Einzelheiten über die Forschungsarbeit der ANSES.

Prof. Dr. Christian Pirk von der University of Pretoria sprach über die Bienen in Afrika. Das jährliche Bienensterben beträgt in Afrika zwischen 30% – 46%. Die üblichen Faktoren sind Pilze, Bakterien, Viren, Varroamilben.  In Afrika wird nichts gegen den Varroa Milben Befall getan, da die Bienenpopulation und Vitalität noch sehr intakt ist. Die Bienen sind hier noch selber in der Lage, sich gegen diesen Befall zu verteidigen.

Allerdings ist ein neues Phänomen aufgetreten. Die Fruchtbarkeitsrate bei den Bienen in Afrika ist gering. Eine mögliche Ursache ist auch hierfür der Klimawandel.

Herr Dr. Peter Rosenkranz trug Erfahrungen und vorläufige Schlussfolgerungen aus dem Langzeitprojekt DEBIMO (Deutsches Bienen Monitoring) vor.

Bei diesem Projekt wirken mittlerweile bundesweit über 100 Imker mit. Sie stellen repräsentativ und aktuell Daten zu Betriebsstrukturen und zur Überwinterungsdynamik ihrer Völker sowie Bienen-, Honig- und Pollenproben für Krankheits- und Rückstandsanalysen zur Verfügung. Mitarbeiter der Bieneninstitute leisten hier die wissenschaftliche Betreuung und führen die Auswertung der Daten durch.

Das Projekt wurde im Jahr 2004 ins Leben gerufen und wird seit 2010 aus Mitteln des Bundes gefördert. Seit 2011 bestehen 3-jährige Förderperioden. Neueste Fördergelder sind für 2017 – 2019 beantragt.

Wir finden das Projekt so gut, dass wir es weiterentwickelt haben – ohne Fördergelder ! Ihr seht auf diesen Seiten die Möglichkeiten, die sich aus unserer Weiterentwicklung ergeben.

Internationale Bienenkonferenz – Theorie & Praxis

Internationale Bienenkonferenz – Theorie & Praxis

Viele Akteure – ein Ziel

hieß das Motto der ersten Internationalen Bienenkonferenz in Berlin am 28./29.03.2017.

Nach der Eröffnungsansprache vom Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt, und den einleitenden Worten von Herrn Dejan Zidan, dem slowenischen Landwirtschaftsminister und Herrn Dr. Url von der EFSA, wurden von Peter Maske, dem Präsidenten des Deutschen Imkerbundes, Philip McCabe, dem Präsidenten von Apimondia und Francois Diaz von der OIE Botschaften zur inhaltlichen Einstimmung gegeben. Wir geben Euch hier einen kurzen Überblick über die Vorträge zu den behandelten Themen.

Die Konferenz hatte drei Themenschwerpunkte:

  • Pathogene und Klima
  • Biodiversität und Ernährung
  • Pflanzenschutzmittel und Umweltschutz

Generell ist festzuhalten, dass alle Vortragenden betonten, dass die Kommunikation zwischen den Akteuren besser zu organisieren ist, um tatsächlich ein gemeinsames Ziel verfolgen zu können und auch erfolgreich Probleme zu lösen. Diese Kommunikation ist bisher nur schwer möglich und Ergebnisse werden nirgendwo zentral erfasst. Bee-my.world wird dieses Problem aufgreifen und eine zentrale Kommunikationsplattform zur Verfügung stellen.

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