Schulimkerei mit bee-my.world

Schulimkerei mit bee-my.world

Schulimkerei

bee-my.world hat mit der Imkerei in Schulen begonnen. Das erste eigene Projekt der Schulimkerei findet an der Adolf-Kußmaul Grundschule in Graben-Neudorf statt. Kinder der vierten Klasse nehmen hier an einer Bienen AG teil, die ihnen ein Gefühl dafür gibt, mit Bienen umzugehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass sie keine Angst vor Bienenstichen haben müssen, wenn sie sich den Tieren richtig nähern. Sie lernen auch über die Bedeutung der Bienen für unser tägliches Leben. Zur Schulimkerei gehört nämlich auch, zu erfahren, welche Lebensmittel uns ohne Bienen nicht zur Verfügung stünden. Die Grundkenntnisse der Imkerei werden bei der Schulimkerei vermittelt und damit ein Verantwortungsgefühl für die Umwelt und Respekt vor der Natur. Hier, wie später auch an anderen Schulen, ist es das gesetzte Ziel, dass die Kinder an Bienenstöcken praktisch den Umgang mit Bienen selbst erforschen. Damit werden sie sowohl ihren ökologischen, als auch den ökonomischen Nutzen erkennen. Wir finden Blühflächen, die sich für die Anlage von bienenfreundlichen Blumenwiesen anbieten. Damit zeigen wir den Kindern, wie sie zu größerer Biodiversität beitragen können. In theoretischen Unterrichtsstunden werden die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von Buch- und Internetrecherchen an Aufgaben herangeführt, die sie dann in der Praxis lösen. Umweltbewusstsein gehört zu den wichtigsten Themen für die Zukunftsgestaltung der Kinder. bee-my.world wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, denn Nachhaltigkeit und Umweltverantwortung muss ein zentrales Anliegen für junge Menschen werden. Man kann nicht früh genug damit beginnen.

Wie wichtig ist Pollenvielfalt für das Immunsystem

Wie wichtig ist Pollenvielfalt für das Immunsystem

Wie wichtig ist Pollenvielfalt für die Bienen

Wie wichtig Biodiversität für die Bienen ist, wurde jetzt in den Niederlanden untersucht. Neben Pestiziden und Parasiten ist fehlende Pollenvielfalt die häufigste Ursache für den Bienenschwund. Mit jeder bevorzugten Pflanze verschwindet auch die entsprechende Bienenart.

Das Resultat mehrerer Untersuchungen ist, dass die Fortpflanzungsfähigkeit nachlässt und der Nachwuchs unter Mangelernährung leidet, wenn die Bienen auf weniger gewünschte Pflanzen ausweichen müssen.

Besonders die Bienen, die erst spät im Herbst ausfliegen sind betroffen, da es für verblühte Bäume, gemähte Wiesen und abgeweidetes Grasland keine Alternative gibt. Dass große Bienenarten besonders leiden, liegt daran, dass sie mehr Pollen benötigen, die aus bekannten Gründen nicht zur Verfügung stehen.

Wir müssen den Umgang mir unseren Landschaftsflächen ernsthaft überdenken, wenn wir die Bienen, und damit unsere gesicherte Ernährung erhalten wollen.

 

Pollenvielfalt garantiert die Versorgung
ohne Pollenvielfalt sieht das Angerbot mager aus
Nachhaltigkeit ist wichtig für unsere Kinder

Nachhaltigkeit ist wichtig für unsere Kinder

Zur Philosophie von bee-my.world gehört Nachhaltigkeit. Ressourcen Nutzung ist bei uns sehr groß geschrieben. Wie schon in unserem Artikel ‚Kinder und die Imkerei‘ beschrieben, ist eines unserer Projekte ein Bausatz für Insektenhotels für Kindergarten- und Schulkinder. Bei der Fertigung unserer Bienenstöcke fällt jede Menge Restholz ab. Daraus stellen wir diese Bausätze zusammen und vermeiden so sinnvoll die Entsorgung. Wie wir wissen, sind traditionelle Lebensweisen nachhaltig und erhalten 

die biologische Vielfalt. So weit, so gut. Wissen wir heute noch, warum schon in den 80er und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts das Thema Nachhaltigkeit behandelt wurde und wie es vor allem definiert war? Der Brundtlandt-Bericht von 1982 sagte aus, dass Nachhaltigkeit unter dem Gesichtspunkt der Gerechtigkeit betrachtet werden muss.

Nachhaltigkeit ist wichtig beim Recyceln des Abfalls

‚So soll einerseits im Rahmen der intragenerativen Gerechtigkeit eine faire Verteilung von Lebenschancen und Ressourcen Nutzung erreicht werden; andererseits soll durch intergenerative Gerechtigkeit die zukünftige Nutzung knapper Ressourcen auch für künftige Generationen sichergestellt werden. Demnach darf dauer-

haftes wirtschaftliches Wachstum das Funktionieren von Ökosystemen nicht gefährden.‘ heißt es hier. Was tun wir aber? Wir vergeuden die Ressourcen wo wir nur können, ohne Rücksicht auf spätere Generationen. Denken wir an den Verbrauch von Öl, an die Vergeudung von Wasser, an die Verseuchung unseres Bodens, an die Verschmutzung unserer Luft, an das Schwinden der Lebensräume fürTier- und Pflanzenarten und unzählige andere Fakten, die dieser These widersprechen. Darüber nachzudenken ist lästig und stört uns bei unserer bequemen Lebensführung. Dabei könnten wir mit Kleinigkeiten, die wir in unserem täglichen Leben verändern, die Situation deutlich verbessern. Ein Denkanstoß für diejenigen, denen die Zukunft unserer Kinder am Herzen liegt.

Biodiversität und Ernährung – Teil 2

Biodiversität und Ernährung – Teil 2

Prof. Dr. Walter S. Sheppard von der Washington State University behandelte den Status der Biodiversität bei der Westlichen Honigbiene, der Apis mellifera. Seit 2008 ist in den USA der Import von Genpools der Honigbienen erlaubt. Diese kommen hauptsächlich aus Deutschland, Italien und Slowenien, seit 2015 auch aus Kazakhstan. Neue Züchtungen entstehen durch Mikrosatelliten in der DNA und Allelen durch Import von Genpools und kryokonservierten Spermien. Er hat ausführlich über die Ergebnisse referiert und nachstehende Schlussfolgerung gezogen:

Die Honigbienen aus der ‘Alten Welt’ (sprich Europa) sind eine wertvolle Quelle genetischer Vielfalt für Brutzwecke im Importland.

Die Nutzung von kryokonservierten Spermien und der Verkauf von Genpools an Züchter von Königinnen, die dann  an die Imker weiterverkauft werden, kann einen wichtigen Einfluss auf die Bienenpopulation haben.

SmartBees waren das Thema von Prof. Dr. Kaspar Bienefeld vom LIB (Länderinstitut für Bienenkunde). Hier ging es um das Europäische Projekt zur Erhaltung der gefährdeten Unterarten der Honigbiene.

Durch Züchtungen werden die Honigbienen resistent gegen die Varroa Milbe, produzieren mehr Honig  und sind nicht aggressiv. Unter www.beebreed.eu kann man Einzelheiten zu diesem Thema erfahren, dass auch einige Problematiken birgt und teilweise umstritten ist.

Innerhalb der LIB gibt es mehrere Arbeitsgruppen, die sich intensiv mit Züchtungen beschäftigen. Es gibt die

  • Breeding Group (Brut)
  • Diversity Group (Diversität)
  • Extension Group
  • Pathology Group

Angeblich soll es positive Ergebnisse aus diesen Züchtungen geben. Wer sich damit auseinandersetzt, sollte sich selbst eine Meinung bilden.

Am zweiten Tag wurde von  Dorothee J. Lüken vom  LAVES Institut für Bienenkunde in Celle, die Frage nach dem Einfluss des Standortes auf die Gesundheit von Honigbienen Völkern behandelt.Die Anzahl der Völker am Bienenstand und die „Bienendichte“ im Bereich des Sammelradius beeinflussen die Verbreitung von Krankheiten und damit auch die Vitalität der einzelnen Bienenvölker. Der Gesundheitszustand der Einzelbienen kann diesen Effekt durch Verflug noch verstärken .Neben Pflanzenschutzmaßnahmen spielt für die Entwicklung von Bienenvölkern die Nahrungsverfügbarkeit eine entscheidende Rolle. Die Landschaftsstruktur im Flugkreis der Bienen ist von großer Wichtigkeit. Das LAVES Institut prüft verschiedenen Standortbedingungen der Völker und ermittelt regelmäßig deren Entwicklung, Honig- und Polleneintrag und der Krankheitsstatus. Die entnommenen  Pollenproben werden auf ihre pflanzliche Herkunft und Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht, so dass Aussagen über die Qualität der verfügbaren Nahrung an den verschiedenen Standorten getroffen werden. Einzelheiten zu den neusten Studien findet Ihr unter:

https://www.gruenebundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/tierschutz/Bienenstudie_2017.pdf

Der letzte Vortrag zum Thema Biodiversität und Ernährung wurde von Prof. Dr. Teja Tscharntke von der Georg-August-Universität in Göttingen gehalten. Sie sprach über Bedeutung und Management von Bienen für die Landwirtschaft.

Niemand von uns konnte leider diesen Vortrag hören. Wir haben aber zu diesem Thema im Internet unter https://www.uni-goettingen.de/de/203247.html im Rahmen von Bachelor- und Masterarbeiten viele Abhandlungen gefunden.

Biodiversität und Ernährung – Teil 1

Biodiversität und Ernährung – Teil 1

   Das Thema wurde begonnen von Prof. Dr. Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle. Er berichtete über die Arbeit der IPBES (Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) Die Aufgabe von IPBES ist es, auf Anfrage von Regierungen, multilateralen Umweltabkommen, UN-Institutionen und anderen relevanten Entscheidungsträgern im Bereich der Biodiversität und Ökosystemfunktionen wissenschaftliche Informationen zu liefern. Das Institut hat vier Hauptaufgaben:

wissenschaftliche Informationen für politische Entscheidungsträger zu identifizieren und zu priorisieren sowie die Gewinnung relevanten Wissens zu unterstützen;

regelmäßig die Kenntnisse über Biodiversität und Ökosystemfunktionen sowie über deren Wechselbeziehungen zu begutachten;

politisch relevante Instrumente und Methoden aufzuzeigen, um die Formulierung und Umsetzung politischer Maßnahmen zu unterstützen;

den Bedarf an Kapazitäten und Aktivitäten zu priorisieren, die zu einer besseren Vernetzung von Wissenschaft und Politik beitragen.

Die IPBES gibt  zur Unterstützung politischer Entscheidungen einen jährlichen Policy Report heraus, der unter http://www.ipbes.net/resources/publications/13 nachgelesen werden kann (leider nur in englisch)

Wichtiges hier allgemein verständlich:

da 90% aller Pflanzen abhängig sind von der Bestäubung, ist die Basisernährung auf Dauer gefährdet. Auch Vitamin A, Eisen und Folsäure als Nahrungsergänzung sind von der  Bestäubung abhängig.

  • Was sind die Gefahren für die Bestäuber?
  • Nutzungsänderung der Anbaugebiete
  • Intensive Bewirtschaftung mit Monokulturen
  • Pestizide
  • Gentechnisch veränderte Kulturen
  • Pathogene und Seuchen
  • Klimawandel
  • invasive Schädlinge

Die IPBES gibt  zur Unterstützung politischer Entscheidungen, die zur Bekämpfung dieser Gefahren beitragen, einen jährlichen Policy Report heraus, der unter http://www.ipbes.net/resources/publications/13 nachgelesen werden kann (leider nur in englisch)

Über den Einfluss des Klimawandels auf die Pflanzen-Biodiversität wurde von Dr. Mari Moora von der Universität Tartu in Estland gesprochen. Sie hat anhand von Bildbeispielen deutlich gemacht, wie die Vegetation auf den Klimawandel reagiert. Die arktischen und alpinen Lebensräume nehmen ab, Bewaldung nimmt zu, nichtblühende Pflanzen nehmen zu und reduzieren so Blühpflanzen, die für die Bestäubung erforderlich sind.

Organismen reagieren auf den Klimawandel mit Anpassung, Rückzug oder Sterben. Die Wechselwirkung von Klimawandel und Veränderung der Landschaft ist der Verlust von Lebensräumen.

Der nächste Beitrag von Dr. Roswitha Baumung von der FAO (Food and Agriculture Organisation) in Rom handelte vom weltweiten Verlust der Biodiversität in der Tierzucht im Allgemeinen. Institutionen wie CGRFA,(Commission on Genetic Resources for Food and Agriculture und DAD-IS (Domestic Animal Diversity Information System) beschäftigen sich mit der Erhaltung von tier genetischen Ressourcen. Besonders in der DAD-IS findet man Kernaussagen zu diesem Thema, wie z.B. die Bedeutung landwirtschaftlicher Nutztiere, die Anpassung an Umwelt Herausforderungen und die Problematik zu exotischen Rassen, die durch Inzucht die Biodiversität reduzieren. Mehr dazu unter https://en.wikipedia.org/wiki/DAD-IS

Auch hier stellte sich die Frage zu den Daten der Population, für deren Erfassung die Politik sich nicht zuständig fühlt, da deren Wichtigkeit nicht erkannt wird.

Schlussfolgerung:

  • Bienen und andere Bestäuber sind ein wichtiger Besandteil der tiergenetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschft.
  • Bedrohungen überschneiden sich
  • Überschneidung von Erfahrungen
  • Globales Monitoring sollte eingeführt werden mit der Herausforderung einer zentralen Datenerfassung
  • Zunehmendes Bewusstsein für diese Probleme ist dringend erforderlich
%d Bloggern gefällt das:

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen