Prof. Dr. Walter S. Sheppard von der Washington State University behandelte den Status der Biodiversität bei der Westlichen Honigbiene, der Apis mellifera. Seit 2008 ist in den USA der Import von Genpools der Honigbienen erlaubt. Diese kommen hauptsächlich aus Deutschland, Italien und Slowenien, seit 2015 auch aus Kazakhstan. Neue Züchtungen entstehen durch Mikrosatelliten in der DNA und Allelen durch Import von Genpools und kryokonservierten Spermien. Er hat ausführlich über die Ergebnisse referiert und nachstehende Schlussfolgerung gezogen:

Die Honigbienen aus der ‘Alten Welt’ (sprich Europa) sind eine wertvolle Quelle genetischer Vielfalt für Brutzwecke im Importland.

Die Nutzung von kryokonservierten Spermien und der Verkauf von Genpools an Züchter von Königinnen, die dann  an die Imker weiterverkauft werden, kann einen wichtigen Einfluss auf die Bienenpopulation haben.

SmartBees waren das Thema von Prof. Dr. Kaspar Bienefeld vom LIB (Länderinstitut für Bienenkunde). Hier ging es um das Europäische Projekt zur Erhaltung der gefährdeten Unterarten der Honigbiene.

Durch Züchtungen werden die Honigbienen resistent gegen die Varroa Milbe, produzieren mehr Honig  und sind nicht aggressiv. Unter www.beebreed.eu kann man Einzelheiten zu diesem Thema erfahren, dass auch einige Problematiken birgt und teilweise umstritten ist.

Innerhalb der LIB gibt es mehrere Arbeitsgruppen, die sich intensiv mit Züchtungen beschäftigen. Es gibt die

  • Breeding Group (Brut)
  • Diversity Group (Diversität)
  • Extension Group
  • Pathology Group

Angeblich soll es positive Ergebnisse aus diesen Züchtungen geben. Wer sich damit auseinandersetzt, sollte sich selbst eine Meinung bilden.

Am zweiten Tag wurde von  Dorothee J. Lüken vom  LAVES Institut für Bienenkunde in Celle, die Frage nach dem Einfluss des Standortes auf die Gesundheit von Honigbienen Völkern behandelt.Die Anzahl der Völker am Bienenstand und die „Bienendichte“ im Bereich des Sammelradius beeinflussen die Verbreitung von Krankheiten und damit auch die Vitalität der einzelnen Bienenvölker. Der Gesundheitszustand der Einzelbienen kann diesen Effekt durch Verflug noch verstärken .Neben Pflanzenschutzmaßnahmen spielt für die Entwicklung von Bienenvölkern die Nahrungsverfügbarkeit eine entscheidende Rolle. Die Landschaftsstruktur im Flugkreis der Bienen ist von großer Wichtigkeit. Das LAVES Institut prüft verschiedenen Standortbedingungen der Völker und ermittelt regelmäßig deren Entwicklung, Honig- und Polleneintrag und der Krankheitsstatus. Die entnommenen  Pollenproben werden auf ihre pflanzliche Herkunft und Pflanzenschutzmittelrückstände untersucht, so dass Aussagen über die Qualität der verfügbaren Nahrung an den verschiedenen Standorten getroffen werden. Einzelheiten zu den neusten Studien findet Ihr unter:

https://www.gruenebundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/tierschutz/Bienenstudie_2017.pdf

Der letzte Vortrag zum Thema Biodiversität und Ernährung wurde von Prof. Dr. Teja Tscharntke von der Georg-August-Universität in Göttingen gehalten. Sie sprach über Bedeutung und Management von Bienen für die Landwirtschaft.

Niemand von uns konnte leider diesen Vortrag hören. Wir haben aber zu diesem Thema im Internet unter https://www.uni-goettingen.de/de/203247.html im Rahmen von Bachelor- und Masterarbeiten viele Abhandlungen gefunden.

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